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Posen wie ein Pin-Up Model

Pin-Up Posing

Vorgestern besuchte ich den ersten Pin-up Posingworkshop von Lisa (Redtro Fotografie) im Peggy Sue in Frankfurt. Eins kann ich vorab schon verraten- der komplette Tag und das Gefühl danach waren absolut unbezahlbar.

Posen für die Kamera und für Alltagssituationen

Ich habe mir nie wirklich Gedanken gemacht, wie ich mich richtig vor der Kamera (oder auch im richtigen Leben) bewege. Klar, am besten sind die Haare gemacht, man hat was Schönes an, dann passt es schon. Was für Kleinigkeiten ausschlaggebend sind, um das Selbstbild zu verändern, wurde mir schon nach einigen Einführungssätzen von Lisa bewusst. Sie erklärte und zeigte sehr anschaulich, wie man in (fast) allen Lebenslagen souverän und selbstbewusst wirkt.

Ob im Stiftrock, im Petticoat, im Sitzen, Stehen oder Liegen- solange man die einfachen Tipps befolgt, kann man mit jeder Figur eine gute machen. Dafür darf man jedoch keine Anstrengung scheuen. Denn was einfach aufrecht, elegant und selbstbewusst aussieht, ist für uns mittlerweile nicht mehr selbstverständlich. Wir, die es gewohnt sind, in unseren Alltagslooks mit Jeans und Sneakers möglichst lässig auszusehen, haben uns eine für schöne Kleider unabdingbare Körperhaltung und Spannung nahezu abgewöhnt.  Schultern zurück und Brust raus versucht man zwar in einigen Momenten immer wieder, verfällt sonst in alltäglichen Situationen wie beim Sitzen im Café oder Stehen an der Bar, in eine zusammengesackte, fälschlicherweise als bequem empfundene Körperhaltung. Außerdem war mir noch nie bewusst, wie extrem sich die Beinposition auf das gesamte Erscheinungsbild auswirkt. Eins vor dem anderen, ein Fuß eingeknickt und die Hüfte leicht gedreht- und fertig ist die Sanduhrfigur. Und tatsächlich, nach einigem Nachmachen und der Korrektur von Lisa wurde es von Mal zu Mal einfacher.

Pin-Up Posing im Petticoat

ich schwinge den Petticoat

Pin-Up Model Posing mit Accesoires

Lisa zeigt den Umgang mit Requisiten

Sobald man die Grundhaltung verinnerlicht hat, kann man darauf aufbauen, dabei spielen die Arme und Hände eine große Rolle. Mit Requisiten wie einem Fächer kann man besondere Akzente setzten- es sei denn, man hält den Gegenstand mit Daumen und Zeigefinger, die anderen Finger sollten möglichst locker sein.

Haare und Make-up von Pin-up Model Eliza Dotlittle

Posen wie ein Pin-up Model

Perfektes Styling während des Workshops

Parallel bekam jede von uns acht nacheinander von Eliza Dotlittle die Haare und das Make-up gemacht- wann kann man sich schon so ungezwungen mit einem echten Pin-up Model austauschen? Nach einigen Stunden „Training“ und vielen leckeren Cupcakes wurde es dann ernst- das Set wurde aufgebaut, denn jede sollte noch ihre Lieblingspose der Kamera präsentieren. Vielen Dank an der Stelle an Angi, die mit ihrem tollen Peggy Sue Sortiment immer mit dem richtigen Outfit ausgeholfen hat (und mich schlussendlich mit meinem neuem Kleidtraum zusammengebracht hat).

Erkenntnisse weit über das Posing hinaus

Perfekt gestyled und vorbereitet traten wir so vor die Kamera, und hielten unser ganz eigenes Vintage-Gefühl fest. Auf der Heimfahrt bin ich nochmal das Gelernte durchgegangen. Für mich die mitunter wichtigste Erkenntnis ist, dass man Kleider nicht einfach anziehen, sondern tragen sollte, denn wenn man das mit der richtigen Körperspannung macht, strahlt man eine Eleganz und ein Selbstverständnis aus. Man wird in erster Linie nicht bewertet, nicht als eingebildet oder verkleidet bezeichnet, sondern einfach überhaupt wahrgenommen. Und genau das ist unheimlich wichtig für das Selbstbewusstsein, nicht nur beim Posieren vor der Kamera, sondern auch im Alltag, nicht nur vorgestern, sondern auch heute und morgen.

Kleiner Nachtrag zur Bestätigung: Ja, schon am Abend und am nächsten Tag hatte ich den versprochenen Muskelkater, auf den ich sogar etwas stolz war. Kaum zu glauben, wie ungewohnt es für meinen Körper war, Haltung zu bewahren.

Meine Pose vom Fotoshooting zeige ich euch bald mit einem kleinen Posing-Tutorial.

Am 9.11 steht der nächste Workshop in Frankfurt geben, dort kann man sich allerdings nur noch auf die Warteliste setzen lassen (es lohnt sich, da immer mal ein Platz frei wird). Die Details gibt es bei Redtro Fotografie.

Wer sich im Rhein-Main Gebiet gerne gut beraten und anziehen möchte, ist im süßen Retro-Laden von Peggy Sue genau richtig. Dort findet man alles- von ganz besonderen Outfits und Petticoats bis hin zu alltagstauglichen Kleider internationaler Retro-Fashion Labels.

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  1. Pingback: Hello Elvis! Mein Tag als Model - mein vorgestern.

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