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Frohe Weihnachten! Aber vergesst nicht Euch selbst eine Auszeit zu schenken.

Mein Vorgestern Frohe Weihnachten

Kennt Ihr das Gefühl, wenn Euch der Alltag über den Kopf wächst? Die kleinen alltäglichen Problemchen, mit denen ihr euch Tag ein Tag aus beschäftigt, vermengen sich in einen grau melierten Einheitsbrei; Euer Kopf ist voll und eigentlich so leer; Ihr seit die ganze Zeit beschäftigt, habt aber das Gefühl es ist immer zu nicht genug; und eigentlich könntet ihr Euch schon morgens wieder ins Bett legen?

Ich muss zugeben, mich überkommt dieses Gefühl immer mal wieder. Ich tausche mich unheimlich gerne mit Menschen aus, lerne liebend gerne neue und Neues kennen, unterhalte mich mit Kommilitonen, kommuniziere mit Dozenten und meiner Familie, langjährige Freunde möchten natürlich auch immer ein Update. Wenn ich über eine längere Zeit dabei keine kleinen Freiräume für mich eingestehe merke ich, dass ich immer erschöpfter werde. Mein Körper und mein soziales Ich laufen auf Hochtouren um die Wette, mein inneres Ich und mein Geist möchten einfach nur aufgeben und im Bett eingekuschelt den Tag verbringen.

Wer sich keine kleinen Auszeiten gönnt, riskiert einen inneren Streik

Dann ist es wichtig, zu reagieren. Sich komplett mal für ein paar Stunden oder Tage zu bremsen und aus dem alltäglichen Kommunikationsstrudel rauszunehmen. Natürlich fällt es nicht immer leicht, schon gar nicht wenn man eigentlich das Gefühl hat, dass man dafür keine Zeit hat. Wer jedoch an so einem Punkt die Signale seines Geistes ignoriert, riskiert dessen Streik. Dieser äußert sich bei mir ganz langsam beginnend mit einem immer stärker werdenden Gefühl der Frustration, über Resignation bis hin zu kleinen körperlichen Wehwehchen wie einer Erklärung, vor allem wenn noch mangelnder Schlaf dazu kommt.

Jeder Mensch ist anders und hat somit auch eine andere Toleranzgrenze gegenüber Überlastung. Ich finde es jedoch sehr wichtig, die Zeichen des eigenen Ichs frühzeitig richtig deuten und sich dann eine kleine Auszeit zu gönnen. Diese kann aus einfachem Nichtstuen, bis hin zu einer Back-, Mal-, Wasauchimmer- Orgie bestehen. Hauptsache ohne jegliches Druckgefühl. Nein, man MUSS sich nicht zurecht machen, nur weil eine Freundin zu besuch kommt, man MUSS keinen Nusskuchen backen, nur weil ihn der Freund so mag, man MUSS keine Weihnachtskarte basteln, nur weil man noch kein Geschenk für die Oma hat.

Und sobald man sich die Muße und Erholung gegönnt hat, kann man wieder mit voller Kraft den Alltag und neue Herausforderungen meistern. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass sich die selbstverordnete Entspannung äußerst positiv nicht nur auf die seelische, sondern auch auf die körperliche Gesundheit auswirkt.

Lasst Eure Sorgen wie kleine Helium-Luftballons steigen

Nun möchte ich Euch erstmal wünschen, dass ihr ein wunderschönes, besinnliches, herzerwärmendes Weihnachtsfest mit Euren Liebsten verbringen könnt. Und vielleicht findet ihr ja zwischen den Jahren einige Augenblicke, um ein wenig neue Kraft zu tanken bevor es auf ein Neues in ein spannendes Jahr 2015 geht. Macht Euch einen Tee und lasst Eure Gedanken und Sorgen einfach an eine hohe Decke steigen wie kleine Helium-Luftballons. Wenn ihr mit Eurem Seelen-Wellness fertig seit, könnt ihr sie jederzeit wieder zu Euch runterziehen.

Headspace

Wer Probleme mit dem Abschalten hat, dem empfehle ich Meditations-App „Headspace„. Keine spirituellen Delphingesänge und ekstatische Trommeln, sondern 10 Minuten und eine sehr angenehme Stimme ganz für Euch alleine. Ich weiß nicht, ob bei mir etwas falsch gelaufen ist, aber ich war danach immer so tiefenentspannt, dass ich direkt eingeschlafen bin.

In diesem Sinne – Frohe, frohe Weihnachten und ganz viel Liebe. Für Eure Liebsten und vor allem für Euch.

Ach ja, und falls ihr Euch zu Heiligabend noch ein wunderschönes Make-up zaubern wollt, schaut mal hier.

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